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Textillexikon

Veröffentlicht am 4. März 2011 von frechespatzen

Applikation

Eine Applikation ist ein Element zur Verschönerung oder Dekoration von Bekleidungsstücken. Die Applikationen können aus verschiedenen Materialien bestehen, häufig aus Spitze, Leder, Stoff oder Filz.

Atmungsaktivität

Atmungsaktivität ist die bekleidungsphysiologische Bezeichnung für den Feuchtigkeitstransport. Kinder schwitzen und damit sie aber bei körperliche Anstrengung nicht überhitzen, kann eine atmungsaktive Kleidung die Feuchtigkeit von der Haut weg transportieren und es kommt zu keinem Hitzestau. D. H. funktionell ausgerüstete Textilien,  seien sie nun aus Chemie- oder aus Naturfaser, bieten gegenüber herkömmlichen Materialien eine höhere Atmungsaktivität. Der Schweiß wird von der Innenseite nach außen transportiert und kann dort verdunsten.

Baumwolle

Baumwolle ist eine Pflanzgattung aus der Familie der Malvengewächse und gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Die atmungsaktive Baumwollfaser kann bis zu 24% ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen ohne das sie sich dabei feucht anfühlt. Aufgrund ihrer hohen Zugfestigkeit im nassen Zustand eignet sie sich besonders für Textilien/Bekleidungen, die häufig gewaschen werden . Zudem ist Baumwolle eine sehr strapazierfähige Faser und lässt sich einfach pflegen. Sie ist besondern für sensible Haut geeignet aufgrund ihrer Hautfreundlichkeit. Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau ist besonders hochwertig. Bei ihr wird auf den Einsatz von Pestiziden verzichtet.

Beschichtung

Beschichtung ist ein Textilveredlungsprozess, der die funktionelle Eigenschaft von Textilien verändert. Man versteht darunter das ein- oder beidseitige Aufbringen von Substanzen auf Fasern Gewebebahnen, Gewirke oder Faservliese, um durch die Kombination von verschiedenen Rohstoffen ein neues Produkt bzw. eine Synergie der Eigenschaften zu erzielen. Die Beschichtung kann als Streichmasse oder Schaumfolie ein- oder beidseitig auf das Textil aufgebracht werden. Man kann zwischen luft-/wasserundurchlässiger und wasserdampfdurchlässiger Beschichtung unterscheiden. Die  funktionellen Eigenschaften eines Textilproduktes und ob diese auch eine lange Lebensdauer besitzen sollen, wird über die Auswahl des Beschichtungsmaterials entschieden.

Chemiefasern

Chemiefasern sind vom Menschen künstlich hergestellte Fasern, die so in der Natur nicht vorkommen. Die Fadenerstellung erfolgt mit Hilfe einer Spinnmasse, die mit gleichmäßigem Druck durch Düsen gepresst wird.
Als Chemiefasern werden generell alle Fasern bezeichnet, die industriell hergestellt werden, also reine Synthesefasern wie z.B. Nylon, Polyester- und Polyacrylnitritfasern, aber auch Fasern aus abgewandelten Naturstoffen wie z.B. Viskose.

Cord

Cord ist die Bezeichnung für ein Rippengewebe, das meist aus Baumwollgeweben oder Geweben mit Baumwoll – Mischungen hergestellt wird. Charakteristisch sind die Längsrippen, die unterschiedliche Breiten aufweisen. Cord besteht aus drei Fadensystemen und erhält seinen Samtcharakter durch ein Aufschneiden der Rippen.

Denim

Der Denim ist ein Baumwollgewebe in Köperbindung. Er zeichnet sich durch eine besonders hohe Strapazierfähigkeit aus und ist sehr dicht gewebt. Blue Denim ist der typische Jeansstoff.

Elasthan

Elasthan-Fasern gehören zu den synthetischen Chemiefasern und sind auch besser bekannt unter den Markennamen Lycra und Dorlastan. Ihr wichtigstes Kennzeichen ist ihre hohe Dehnbarkeit verbunden mit einer außergewöhnlich hohen Elastizität. Unter Einwirkung einer Zugkraft kann sie um die dreifache ursprüngliche Länge gedehnt, nach Entlastung kehrt sie sofort wieder in ihre Ausgangslage zurück.

Feuchtigkeitsaufnahme

Feuchtigkeit kann in Form von Schweiß oder von Außen z.B. als Regen in die Faser gelangen. Naturfasern können sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen.  Durch eine chemische Ausrüstung würde diese herabgesetzt. Synthetische Chemiefasern können Feuchtigkeit weiterleiten.

Feuchtigkeitstransport

Fähigkeit eines Textils, Körperfeuchtigkeit von der Haut aufzunehmen und über das Textil an dessen Außenfläche zu leiten.

Flanell

Flanell ist ein weicher, vorwiegend aus Baumwolle oder Wolle in Leinwand- oder Köperbindung gewebter Stoff, der auf einer oder beiden Seiten etwas aufgeraut und gewalkt wird. Flanelle sind vergleichsweise leicht, aber dennoch wärmend und saugfähig, außerdem haben sie einen sehr angenehmen weichen Griff. Bei diesem Gewebe unterscheidet man den Wollflanell und den Baumwollflanell. Wollflanelle zeichnen sich durch einen schönen Oberflächenfilz aus und eignen sich durch ihre Widerstandsfähigkeit ideal für Oberbekleidung. Der Baumwollflanell (Biber) wird leicht angeraut und erhält so eine besonders weiche und angenehme Oberfläche. Baumwollflanell findet seinen Einsatz bei Hemden, Nacht- und Bettwäsche.

Fleece

Fleece hat eine hohe Isolationswirkung und ist die Bezeichnung für flauschigen Webpelz aus Polyester. Fleecebekleidung zeichnet sich dadurch aus, dass sie bei vergleichsweise geringem Gewicht Körperwärme halten kann. Die Materialien von heute verfügen nicht nur über eine schnelle Trocknungszeit, sondern auch über eine gute Atmungsaktivität

Frottee

Frottee ist ein Textilgewebe mit besonderer Saugfähigkeit und angenehmem Griff, das hauptsächlich für Heimtextilien wie Handtücker, Waschlappen oder Bademäntel verwendet wird. Charakteristisch sind die Schlingen, die ein größeres Volumen des Stoffes ergeben und dadurch relativ viel Flüssigkeit aufnehmen können.

Funktionstextilien

Der Begriff Funktionstextilien bezeichnet Bekleidungs- und Heimtextilien mit funktionellem Zusatznutzen.

Gummi

Gummi entsteht durch die Vulkanisierung von Kautschuk. Dem Kautschuk wird Schwefel zugesetzt, der die einzelnen Kautschukteilchen miteinander verbindet. So wird die notwendige Elastizität erzielt. Natürlicher Kautschuk und der daraus hergestellte Gummi haben sehr gute elastische Eigenschaften. Sie sind jedoch anfällig gegenüber Wärme und Sonneneinstrahlung und werden dadurch leicht spröde und brüchig. Um dies auszugleichen wird natürlicher Kautschuk oft mit synthetischem Kautschuk gemischt und zu Gummi weiterverarbeitet.

Hohlfasern

Die Entwicklung von Hohlfasern wurde sich von der Natur, speziell von den Eisbären die ein wasserabweisendes und wärmeisolierende Fell haben, abgeschaut. Jedes Haar des Eisbären ist innen hohl und mit einem Mikrometer feinen Luftkanal durchzogen. Aus der Physik wissen wir, dass Luft ein schlechter Wärmeleiter ist, Prinzip Thermoskanne. Das heißt also, dass jedes der luftgefüllten sehr dicht aneinander liegenden Eisbärenhaare zur Isolierung dient und somit das Wärmerückhaltevermögen verbessert. Das Ergebnis ist optimale Wärme bei geringem Gewicht. Solche Hohlfasern werden zum Beispiel in Bettdecken, Outdoorjacken und Schlafsäcke eingenäht.

Interlock

Interlock ist ein Stoff der ähnliche Eigenschaften wie Jersey aufweist. Der Stoff ist eher dünn und elastisch und eignet sich hervorragend zum Nähen von dünneren Shirts, Kleidern oder Tops.
Der Vorteil zu Jersey ist, daß der Stoff sich nicht an den Rändern aufrollt, da die Webtechnik eine andere ist.

Internationales Baumwollzeichen

Das internationale Baumwollzeichen ist ein geschütztes Gütezeichen und seht für reine Baumwolle mit einer hohen Qualität.

 

 

Imprägnieren

Imprägnierung ist ein Schutz von Gewebestoffen vor Durchfeuchtung. Beispiel ist hierbei die Imprägnierung von Outdoorbekleidung gegen Wasser. Bei der Imprägnierung werden Chemikalien und Kunststoffe eingesetzt.

Jersey

Ein Jersey ist ein weicher, oft elastischer Maschenstoffe, die speziell für Oberbekleidung konzipiert wurden. Er ist gestrickt oder gewirkt, aus Garnen aus Viskose oder Viskosemischungen, Wolle oder Wollmischgarnen, Baumwolle oder Seide. Single-Jersey besitzt zwei verschieden aussehende Warenseiten. Auf der einen Seite sind nur rechte Maschen, auf der anderen nur linke Maschen. Es entsteht eine geschlossene, gleichmäßige und relativ glatte Oberfläche. Jerseystoff wird hauptsächlich für Bekleidung wie Shirts und Unterwäsche oder für Bettwäsche verwendet.

Jute

Jute wird in tropischen und subtropischen Ländern angebaut. Jute hat heute als Bekleidung kaum noch Bedeutung und wird vorwiegend als Verpackungsmaterial eingesetzt. Nach Baumwolle liegt Jute an zweiter Stelle der Produktion pflanzlicher Faserstoffe.

Kunstfaser

Kunstfasern sind künstlich hergestellte Fasern, die in der Natur so nicht vorkommen. Man unterscheidet natürliche Polymere  wie z. B. Viskose oder Lyocell und synthetische Polymere wie  Polyester oder Polyamid.
Für die Herstellung von natürlichen Polymeren findet man den Ausgangsstoff in der Natur, die Zellulose. Sie wird chemisch zur Spinnmasse aufgelöst und kann danach ausgesponnen werden. Für die Herstellung von synthetischen Chemiefasern liefert Erdöl den Hauptrohstoff. Auch hier wird nach Erstellung der Spinnmasse der Faden erzeugt.

Maschenware

Das sind Textilien, bei denen eine Fadenschleife in eine andere Schleife hineingeschlungen ist. Die daraus entstehenden Maschen können aus einem oder mehreren Fäden gebildet werden. Maschenware zeichnet sich im Vergleich zum Gewebe durch eine höhere Dehnbarkeit, Elastizität und damit einhergehende geringere Knitterbildung aus.

Mischfaser

Als Mischgewebe bezeichnet man Gewebekonstruktionen aus Naturfasern und synthetischen Fasern.

Naturfasern

Im Gegensatz zu den Chemiefasern sind Naturfasern natürlich entstanden. Naturfasern bilden zusammen mit den Chemiefasern die gesamten textilen Faserstoffe. Dabei können pflanzlichen von den tierischen Fasern unterschieden werden. Pflanzliche Naturfasern bestehen oft aus Zellulose und tierische Naturfasern setzen sich zu einem großen Teil aus Eiweiß zusammen.

Outdoor Bekleidung

Der Begriff Outdoor kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie “draußen, außer Haus”. Mit Outdoorbekleidung werden alle Bekleidungstextilien zusammengefasst, die man ausschließlich außer Haus anzieht, wie z.B. Jacken, Ski-Hosen usw.

Pflegesymbole

Die Pflegesymbole in der Kleidung zeigen, wie man die jeweilige Bekleidung waschen,  bügeln, chemisch reinigen und chloren sollte.

Reißverschluß

Der Reißverschluß ist zusammen mit dem Knopf der wohl meisten verbreitete Textilverschluß. Die Funktionsweise eines Reißverschluß ergibt sich aus zwei gegenüberliegenden Zahnreihen, die beim Schließvorgang ineinander greifen.

Samt

Samt ist ein Stoff, der durch Weben hergestellt wird. Bei der Herstellung dieses Gewebes wird ein zweiter Schuss- oder Kettfaden eingearbeitet. Dieser Faden bildet Schlaufen, welche auf der rechten Warenseite den charakteristischen Faserflor ergeben, nachdem sie aufgeschnitten worden sind. Samt unterscheidet sich von Velours und Plüsch in der Länge des Flors. Die Florhöhe eines Samtes liegt zwischen 1-3 mm.

Satin

Satin ist ein sehr feinfädige Stoff mit einer glatten, glänzenden Oberfläche

Seide

Seide ist einer tierische Naturfaser. Diese wird von Raupen gewonnen, die sich zur Verpuppung zum Schmetterling in ein Kokon einspinnen. Aus den von den Raupen gesponnenen Fäden, wird später die Seide gewonnen. Die Kokons werden eingesammelt und die Seide wird abgespult. Die Fasern haben eine gute Feuchtigkeitsaufnahme, eine hohe Elastizität, sind aufgrund der geringen Dichte sehr leicht, verfügen über eine geringe Lichtbeständigkeit, sind empfindlich gegenüber Schweiß und glänzen.

Soft Shell

Unter Soft Shell versteht man eine Stoffqualität, die in der äußere und mittlere Bekleidungsschicht einer Jacke  zu finden ist. Soft Shell ist zum Synonym für Jacken der neuesten Generation geworden. Sie lassen sich bei verschiedenen klimatischen Bedingungen angenehm tragen. Soft Shells sind leicht, elastisch, wärmend, sehr atmungsaktiv, lassen sich platzsparend verpacken und bieten Schutz vor Regen und Wind. Soft Shells sind die idealen Begleiter auf Reisen und beim Wandern.

Schurwolle

Schurwolle stammt vom lebenden, gesunden Tier. 100% Schurwolle ist durch das gesetzlich geschützte Wollsiegel gekennzeichnet.

Spitze

Spitze ist ein Sammelbegriff für sehr unterschiedliche dekorative Elemente, die entweder nur aus Garn oder aus Garn und Stoff bestehen. Allen Erscheinungsformen der Spitze ist gemeinsam, dass sie durchbrochen sind, d. h. zwischen den Fäden werden Löcher unterschiedlicher Größe gebildet, so dass sich ein Muster ergibt. Meistens werden Spitzen als Randverzierung an Kleidungsstücken verwendet.

Stickerei

Verzierung von Geweben oder Maschenwaren. Stickereien können von Hand oder maschinell erfolgen.

Trocknen

Textilien werden in der Luft oder im Trockner getrocknet. Ob und wie Textilien im Trockner getrocknet werden dürfen, richtet sich nach deren Festigkeit und Hitzeempfindlichkeit. Dabei sind jeweils die Angaben der Pflegesymbol zu beachten.

Tunnelzug / Tunnelbund

Ein Tunnelzug in den Stoff eingezogenes Band oder Kordel. Man findet es an Kleidungsstücken als Abschlussmöglichkeit wie z.B. dem Bund, den Ärmeln oder einer Kapuze. Die Kordel kann zusammen gezogen werden und schützt somit vor Wind und Wärmeverlust.

Waschen

Textilien werden entweder in der Maschine oder von Hand gewaschen. Dabei sind jeweils die Angaben der Pflegesymbole in der Kleidung zu beachten.

Wolle

Wolle ist Bezeichnung für Fasern vom Fell des Schafes. Die Fasern sind sehr elastisch und dadurch knitterarm. Wolle hat weiterhin eine schuppige Oberfläche, die Hautreizungen hervorrufen kann (kratzt). Außerdem nimmt Wolle Feuchtigkeit sehr gut auf und verfügt über eine gute Wärmehaltung.