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Himmelblau und Rosarot

Veröffentlicht am 31. August 2012 von frechespatzen

Viele Eltern kennen die Szene und auch in Filmen sieht man sie immer wieder: Vor allem ältere Damen und andere Mütter beugen sich über den Kinderwagen und fragen, wie es denn dem Kleinen oder der Kleinen geht. Wurde das Geschlecht des Babys falsch erraten, kommt es dann schnell zu peinlichen Szenen. Um dies zu vermeiden, sehen sich Eltern in der Pflicht, möglichst eindeutig die sexuelle Identität ihres Nachwuchses darzustellen. Doch ist das tatsächlich notwendig?

Früher war klar: Babykleidung für Jungen ist himmelblau, die für Mädchen rosarot. Zwar halten sich heutzutage nur wenige Eltern noch an diesen Farbcodex, doch die Tendenz bleibt die Gleiche: Jungs werden noch immer meist in dunkle, gedeckte Farben gekleidet, Mädchen in helle, Pastell- oder leuchtende Farben. Oftmals geschieht dies unbewusst, denn die Farben haben eine psychologische Wirkung und sind für uns mit einer ganzen Menge an Bedeutungen verbunden. Das wusste schon Dichterfürst und Universalgenie Goethe, der mit seiner Farbenlehre auch die Wahrnehmung der Farben thematisierte.

Viele Farben, gesunde Kleidung

Fakt ist, dass es dem Baby selbst wohl noch relativ gleichgültig ist, was die Farben über sein Geschlecht aussagen. Trotzdem können Babys Farben erkennen und reagieren darauf. Bekannt ist auch, dass Kinder eine Vorliebe für bestimmte Farbtöne entwickeln. Alle Kleidungsstücke und Spielsachen in dieser Farbe zu kaufen ist aber nicht sinnvoll, schließlich soll das Kind das gesamt Spektrum erleben.

Ob die Farbe die richtige Geschlechtszuordnung ermöglicht, ist genau betrachtet, komplett irrelevant. Viel stärker sollten Eltern darauf achten, dass die Kleidung der Gesundheit der Kleinen zuträglich ist. Da das Auge noch nicht voll entwickelt ist, bevorzugen Babys ganz allgemein kräftige Farben und starke Kontraste. Doch gerade grelle Farben sind häufig auch die gefährlichsten, weil sie mit „harter Chemie“ erzeugt werden. „Hauptsache bunt und billig“ ist deshalb der falsche Ansatz. Beim Kauf sollten Eltern stattdessen auf Zertifikate wie „Textiles Vertrauen“ achten, die eine schadstoffgeprüfte Qualität zusichern. Und bei Babykleidung ist es noch wichtiger als bei Erwachsenen, den Grundsatz „vor dem Tragen waschen!“ einzuhalten.

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Kategorie: Gesundheit, Soziales | 0 Kommentare

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